Lavendel trifft Marille

Abends blättere ich oft meine Backbücher durch und mache mich auf die Suche nach Rezepten, die ich ausprobieren könnte bzw. erinnere mich an Dinge, die ich schon gebacken habe und die gerade zu Saison oder Anlass passen. Seit ich nach meinem Englandaufenthalt 2009 endgültig mit dem Cupcake-Virus angesteckt war und wieder zuhause in Wien dieses Hummingbird bakery Kochbuch nachgeschickt bekommen habe, backe ich oft und gerne nach Rezepten von Tarek Maloufs Bäckerei in London.

 

Beim Durchblättern dieses Buches ist mir also immer wieder der Lavendelcupcake ins Auge gestochen (vielleicht weil er so schön lila ist, ich geb’s ja zu ;-), aber Lavendel in Kuchen? Seht selbst- ist einen Versuch wert!

Bei meinem letzten Heimatbesuch habe ich also Lavendel gestutzt und getrocknet. Mit einem Teil der getrockneten Blüten habe ich  Lavendelzucker angesetzt, der andere erwartete seinen Einsatz, wenn er auf Butter und Zucker treffen würde. Ich bin nicht ganz beim Rezept geblieben, sondern habe die Cupcakes noch mit einem Kern aus selbstgemachter Marillenmarmelade gefüllt, was sich als sehr leckere Kombination herausgestellt hat.

 

Ihr braucht für 12 Cupcakes:

150 ml Milch

4 Esslöffel getrocknete Lavendelblüten (für den Sponge und das Frosting)

120g glattes Mehl

140g Kristallzucker

1,5 Teelöffel Backpulver

40g weiche Butter

1 Ei

Für das Frosting zusätzlich zur Lavendelmilch:

250g Staubzucker

80g weiche Butter

ein bisschen lila Lebensmittelfarbe (optional – ich habe eine Messerspitze Pulverfarbe genommen, Gelfarbe geht natürlich auch, bei flüssiger Lebensmittelfarbe solltet ihr vorsichtig sein, damit das Frosting nicht zu flüssig wird)

Außerdem

ein Muffinblech/Silikonförmchen/doppelt so viele Papierförmchen

12 Cupcakeförmchen

Cupcakeausstecher (optional)

 

Wie werden daraus Lavendelcupcakes mit einem fruchtigen Kern aus Marille?

Am Vorabend oder ein paar Stunden vor dem Backen die Milch mit den Lavendelblüten mischen und kühl stellen.

Für die Cupcakes Mehl, Zucker, Backpulver und weiche Butter langsam verrühren, sodass eine sandige Konsistenz entsteht und alles gut vermischt ist.

Die Lavendelmilch abseihen und 120 ml davon (den Rest für das Frosting zur Seite stellen) langsam ins Mehlgemisch einrühren und weiterrühren, bis alles gut vermischt ist. Dann das Ei hinzufügen und noch einmal weiterrühren.

Masse auf 12 Cupcakeförmchen verteilen (wer keine Form hat, kann auch mehrere Förmchen ineinander stellen und ohne Form am Rost backen) – ich mache das mit einem Eisportionierer, um möglichst sauber zu arbeiten (angepatzte Förmchen machen hässliche Cucpakes).

Im vorgeheizten Backrohr bei 170 Grad 20-25min backen (Stäbchenprobe machen bzw. wenn der Teig, wenn man mit dem Finger draufdrückt zurückspringt, sind sie fertig).

Für das Frosting den Staubzucker mit der weichen Butter und der Lebensmittelfarbe (wenn man welche verwendet) verrühren. Dann den Mixer auf eine niedrigere Stufe stellen und den Rest der Lavendelmilch (30ml) einrühren. Wenn die Butter-Zucker-Mischung die Milch aufgenommen hat, den Mixer auf die höchste Stufe stellen und für ein paar Minuten weitermixen. Umso länger man das Frosting rührt, umso leichter und fluffiger wird es.

Die ausgekühlten Cupcakes mit je einem großen Löffel voll Frosting bestreichen. Ich nehme dafür eine möglichst kleines, aber breites Messer, wer eine kleine Winkelpalette hat, sollte diese verwenden.

Wer die Cupcakes so wie ich mit Marillenmarmelade füllen möchte, sticht mit einem Cupcakeausstecher oder einem Teelöffel ein kleines Loch in die Mitte der Cupcakes, füllt sie mit einem halben Teelöffel Marmelade und verschließt das Loch wieder mit der Hälfte des vorher ausgestochenen Teiges (die andere Hälfte war meine Kostprobe, ob der Teig schmeckt) und bestreicht erst dann mit dem Frosting.

Ich habe bei dieser Gelegenheit das Muffin-Dekorier-Set von Eduscho ausprobiert, das mir einmal jemand geschenkt hat und muss sagen, ich war mehr als enttäuscht. Einmal abgesehen davon, dass in die Dekorierflaschen gerade einmal Creme (oder in meinem Fall Marmelade) für ein paar Cupcakes passt, ist das Ganze bei mir in eine kleine Schweinerei ausgeartet, weil es die Marmelade an der Öffnung, an der man die Spitze an der Flasche befestigt, herausgedrückt hat. Ich mag es auch nicht, wenn soviele Reste in der Flasche zurückbleiben, weil das erstens verschwenderisch ist und zweitens mühsam beim Abwaschen.

Dann nach Lust und Laune verzieren – z.B. mit Lavendelzweigchen oder Lavendelblüten oder Zuckerperlen/herzen.

Während die Cupcakes auskühlen mussten, habe ich einen kleinen Spaziergang gemacht und Wiesenblumen gepflückt (in Wien hat das für mich immer den Beigeschmack einer Guerilla-Aktion, weil ich immer das Gefühl habe, ich stehle die Blumen :-) )

 

Liedtipp zum Rezept: Ray LaMontagne – Lavender - ach, ich mag Ray LaMontagne

 

Viel Spaß beim Nachbacken wünscht euch

eure Melanie

 

 

3 Comments
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