Ribiselkuchen à la Mama

Gestern und heute hatte ich Freundinnenbesuch. Vorgestern habe ich Ribisel gekauft.  Gepaart ergibt das Ganze nette Unterhaltungen bei Ribiselkuchen, so wie ihn meine Mama immer macht.

 

Die ganze Welt macht Ribiselkuchen mit Baiserhaube, aber mir hat der noch nie so geschmeckt, wie der, den meine Mama immer macht – nämlich mit Schlagobers und Schokolade – also kommt er bei mir auch nur so auf den Tisch.

Ihr braucht für ein Blech:

 

Für den Biskuitboden:

5 Eier (getrennt)

20g Staubzucker

Prise Vanillezucker

Prise Salz

geriebene Zitronenschale von einer halben Zitrone (wenn ihr die Zitrone auch schmecken wollt)

100g Kristallzucker

125g glattes Mehl

 

Für den Belag:

ca. 3 Esslöffel Marmelade nach Geschmack

400g entstielte Ribisel (Johannisbeeren), am besten gefroren oder sehr gut gekühlt

250ml geschlagenes Schlagobers

1 Becher fertige Schokoladeglasur (z.B. von Dr. Oetker), alternativ Kochschokolade mit Butter schmelzen

 

Wie wird daraus Ribiselkuchen à la Mama?

Eiklar leicht schlagen, den Kristallzucker einrieseln lassen und zu Schnee schlagen. Die Eidotter mit Staub- und Vanillezucker, Salz und Zitronenschale schaumig rühren. Diese Masse mit dem Eischnee verrühren, Mehl vorsichtig unterheben. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen.

Im vorgeheizten Backrohr bei 200 Grad ca. 10 Min backen (backen, bis das Biskuit etwas Farbe bekommt).

 

Will man mit der „schönen“ Seite weiterarbeiten, dann auf ein mit Kristallzucker bestreutes Backpapier stürzen und das Backpapier vorsichtig abziehen – hier habe ich mir das gespart, weil ja ohnehin Belag draufkommt.

 

Den Biskuitboden mit Marmelade nach Wahl bestreichen und – sobald er ausgekühlt ist – mit Ribiseln belegen. Ich friere die Ribisel immer ein, nachdem ich sie entstielt habe, weil man so verhindert, dass das Schlagobers sich verflüssigt, vor allem wenn dann noch flüssige Schokolade auf die Ribisel kommt – aber der Reihe nach:  den mit den Ribiseln belegten Boden mit einem breiten Messer mit dem geschlagenen Obers bestreichen (es füllt die Zwischenräume zwischen den Ribiseln aus) und mit der flüssigen Schokoladeglasur verzieren – eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Sollte der Kuchen den ersten Tag überstehen, solltet ihr ihn kühlstellen. Sollte der Kuchen den ersten Tag überstehen sollen, solltet ihr ihn wegstellen, sonst ist er wie bei mir immer flugs aufgegessen :-)

Auf den Fotos seht ihr Hortensien, die ich aus Mamas Garten abgezweigt habe und ein Rosensträußchen, das meine Freundin mitgebracht hat.

 

 

Literaturtipp zum Kuchen: Unverhofftes Wiedersehen – Johann Peter Hebel – eine traurige Kalendergeschichte über einen Bräutigam, der um Johannis (dem 24. Juni, der Zeitpunkt, ab dem meist die Johannisbeeren geerntet werden, deswegen der Name) zu seiner Braut zurückgebracht wird.

 

Ein paar Esslöffel der Schokoglasur habe ich in einen Gefrierbeutel eingefüllt und ein kleines Loch hineingeschnitten, damit habe ich ein paar Schokoverzierungen gespritzt, die man zum Verzieren von Kuchen und Desserts verwenden kann.

Meinen Kuchen habe ich wie gesagt mit meinen Freundinnen und meinem zukünftigen Bräutigam geteilt, er wird den 2. Tag nicht überlebt (der Kuchen ;-) )

 

Und jetzt ran an die Ribisel,

alles Liebe,

eure Melanie

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