The first tarte is the deepest – Nektarinen – Creme Brûlée – Tarte

Dienstbesprechung könnte man es nennen, wenn sich Lehrerinnen in den Ferien zum Kaffeetratsch treffen. Heute gab es so eine Dienstbesprechung bei mir mit zwei Premieren: das erste Mal meine neue Tarteform ausprobiert (was kann ich dafür, wenn Freundinnen ihre Hochzeitslisten in Küchenzubehörtempeln haben?) und das erste Mal meinen neuen Flambierbrenner benutzt, der in Zukunft noch ganz viele Creme Brûlées mit einer crunchy karamellisierten Zuckerschicht versehen wird (vom Liebsten schneller als ich schauen konnte mit Gas befüllt, weil offensichtlich eine zutiefst männliche Angelegenheit, mit Gas und Feuer in der Küche zu hantieren).

Nachdem ich also neben dem Hochzeitsgeschenk unlängst eine rechteckige Tarteform erstanden habe, habe ich mich auf die Suche nach Tarterezepten in meinem Fundus und im Internet gemacht und bin auf ein Rezept für Nektarinen-Creme Brûlée – Tarte  gestoßen – da hatte meine Suche ein jähes Ende. Schnell noch die Cups in Gramm umgerechnet und schon wurde Teig geknetet.

 

Was braucht ihr für eine rechteckige/runde Tarteform voller Nektarinen-Creme Brûlée-Tarte?

 

Für den Teig:

150g glattes Mehl

1 Prise Salz

2 Esslöffel Kristallzucker

110g kalte Butter würfelig geschnitten

1 Eidotter

1/2 Teelöffel Vanilleextrakt (oder etwas Vanillezucker)

30 ml kaltes Wasser

Für die Füllung:

3 Nektarinen (oder anderes sommerliches Obst wie Marillen, Pfirsiche, Himbeeren, Erdbeeren, …)

3 Eidotter

2 Esslöffel Kristallzucker

1 Teelöffel Vanilleextrakt (oder eine Packung Vanillezucker

200 ml Schlagobers

 

Wie wird daraus Nektarinen-Creme Brûlée-Tarte?

Für den Teig, der dann die Tarteform auskleidet, Mehl, Salz und Zucker vermischen. Die würfelig geschnittene kalte Butter soweit einkneten, dass noch Butterstücke spürbar sind. Wasser, Vanilleextrakt und den Eidotter verrühren, über das Butter-Mehl-Geschmisch schütten und mit einem Kochlöffel oder den Händen zu einem Teig verkneten. Diesen zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank rasten lassen.

Dann den Teig zwischen zwei Backpapierblättern oder Frischhaltefolie auf die Größe der Form ausrollen und die gefettete Tarteform damit auskleiden. Der Teig wird blind gebacken, sodass er nicht aufgeht und dann “befüllt” werden kann. In den Boden mit einer Gabel Löcher stechen, mit Backpapier bedecken und mit trockenen Bohnen, Reis, Kies, Murmeln, etc. befüllen.

Im vorgeheizten Backrohr bei 190 Grad ca. 15-20 Minuten backen, dann Backpapier und Backgewichte entfernen und noch einmal 5 Minuten weiterbacken.

Während der Teig im Rohr ist, kann man das Obst vor- (entsteinen und in Spalten schneiden) und die Füllung zubereiten.

Für die Füllung die drei Dotter mit dem Zucker und dem Vanilleextrakt mit einem Schneebesen schaumig rühren. Das Schlagobers  fast aufkochen, dann die Dottermischung einrühren und bei mittlerer Hitze eindicken lassen, bis die Sauce die Konsistenz von Vanillepudding (im heißen Zustand) hat.

Die Tarte dann mit dem Obst belegen, die Sauce drumherum verteilen und noch einmal 35-40 Minuten bei 160 Grad backen.

Dann auskühlen lassen und entweder gleich genießen oder mit ein paar Esslöffeln braunem Zucker bestreuen und einem Flambierbrenner den Zucker so lange mit der Gasflamme bearbeiten, bis er schön braun ist.

Zum Kaffee oder mit Vanilleeis als Dessert genießen.

 

Liedtipp zum Rezept: The first cut is the deepest – Cat Stevens

 

Ein schönes Wochenende,

eure

Melanie

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