The Perks of Being a Blogger – Krapfenbackworkshop

Dienstag, Februar 3, 2015 , Permalink 1

Wer im Jänner Geburtstag hat (nein, das wird kein Trinkspiel!), kann leider keine Poolpartys schmeißen – dafür aber Faschingspartys. Soweit zu meinen schicksalshaften Erfahrungen als Kind (meine Mama könnte eigene Geschichten zu Konfetti unter der Sesselleiste und dem Staubsauger im Dauereinsatz erzählen), als Erwachsene relativiert sich vieles. Vor allem wenn man am Tag vor dem Geburtstag zum Krapfenbacken eingeladen wird und so einmal für die etwas andere professionell hergestellte Geburtstagsbäckerei sorgt.

 

Letzten Samstag war ich also gemeinsam mit drei anderen Bloggerinnen ( Yvonne von Freude am Kochen, Janneke von Orangenmond und Nikky von Kitchen Stories – es hat mich gefreut euch kennenzulernen) zum Krapfenbacken in die Bäckerei Szihn eingeladen und durfte einen ausführlichen Blick hinter die Kulissen einer Bäckerei werfen – eine wahnsinnig spannende Erfahrung.

 

Ich kann mich ja wirklich nicht über die Größe meiner Küche beschweren, aber wenn man Einblicke in so eine große Bäckerei bekommt, wird man schon schwer neidisch. Abgespeicherte Rezepte in der vollautomatischen Waage, Knethaken, so groß wie meine Beine, eine Fritteuse, die 50 Krapfen auf einmal frittiert – ein Traum für jeden, der mit einer KitchenAid schon das Gefühl hat, höchstprofessionell unterwegs zu sein.

 

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich die Bäckerei Szihn vorher nur vom „Vorbeifahren“ kannte. Der Familienbetrieb betreibt 8 Filialen in Wien (und Perchtoldsdorf) – geographisch gesehen aber für mich am „anderen“ Ende von Wien. Aber auch sonst sind die Szihns sehr umtriebig und stellen zum Beispiel echte Brioche Burger Buns für die HY-Kitchen von Monica Kranner oder das Hard Rock Café Vienna her.

 

Aber zurück zu den Krapfen – 2500 verkaufte Stück pro Tag über 9 Monate im Jahr sprechen für sich. Wie viele am Faschingsdienstag verkauft werden, haben wir natürlich auch gefragt. Was glaubt ihr? Es sind satte 12 000 Stück.

 

Ab jetzt lasse ich die Bilder sprechen – sie geben euch einen Einblick in den Produktionsprozess unserer Krapfen – mit viel Liebe gemacht, diesmal nicht in meiner Küche, sondern mit dem Chef und den Mitarbeitern der Bäckerei Szihn.

 

Das "Dampfl" - der Vorteig.

Das „Dampfl“ – der Vorteig.

 

Das Rezept ist in der Waage abgespeichert - die Zutaten stehen schon für uns bereit.

Das Rezept ist in der Waage abgespeichert – die Zutaten stehen schon für uns bereit.

 

Wenn der Chef über Teigtemperaturen und Zutaten spricht, merkt man, da ist jemand mit Leidenschaft bei der Sache.

Wenn der Chef über Teigtemperaturen und Zutaten spricht merkt man, da ist jemand mit Leidenschaft bei der Sache.

 

Der Teig für ein "paar" Krapfen - in the making.

Der Teig für ein „paar“ Krapfen – in the making.

 

Kraft und Gefühl

Kraft und Gefühl

© rebloon/szihn
 

 

Die wurden Gott sei Dank schon vorbereitet - nicht alle von unseren handgeschliffenen Exemplaren wären so schön rund geworden.

Die wurden Gott sei Dank schon vorbereitet – nicht alle von unseren handgeschliffenen Exemplaren wären so schön rund geworden.

 

Vollautomatisch - voll retro. Diese Maschine teilt unseren Teig in 50g Teiglinge und hätte sie auch geschliffen - durfte sie aber nicht - das mussten wir selbst machen.

Vollautomatisch – voll retro. Diese Maschine teilt unseren Teig in 50g Teiglinge und hätte sie auch geschliffen – durfte sie aber nicht – das mussten wir selbst machen.

 

Mehr oder weniger erfolgreich am Schleifen. Meine Erkenntnis: links gehts besser als rechts, zwei Hände gleichzeitig überfordern mich noch.

Mehr oder weniger erfolgreich am Schleifen. Meine Erkenntnis: links gehts besser als rechts, zwei Hände gleichzeitig überfordern mich noch.

Nach dem Gehen kommen die Teiglinge in die Fritteuse.

Nach dem Gehen kommen die Teiglinge in die Fritteuse.

... und werden selbstständig nach 3 Minuten gewendet.

… und werden selbstständig nach 3 Minuten gewendet.

... und dann mit ganz viel Marillenmarmelade gefüllt ...

… und dann mit ganz viel Marillenmarmelade gefüllt …

... und abschließend schön dick angezuckert.

… und abschließend schön dick angezuckert. (© rebloon/szihn)

 

Dann warten sie darauf, gegessen zu werden. Unsere haben trotz der großen Menge nicht lange überlebt - das traurige Schicksal eines Krapfens zur Faschingszeit.

Dann warten sie darauf, gegessen zu werden. Unsere haben trotz der großen Menge nicht lange überlebt – das traurige Schicksal eines Krapfens zur Faschingszeit.

 

Danke für den netten Nachmittag in der Bäckerei Szihn und die vielen leckeren Krapfen, die wir mitnehmen durften. Ich brauche euch ja nicht mehr erzählen, dass selbstgemacht und handgemacht und mit Liebe gemacht einfach am allerbesten schmeckt :-)

 

Alles Liebe,

Melanie

 

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2 Comments
  • Pixi
    Februar 4, 2015

    Krapfen backen ist wirklich eine Kunst für sich. Ich habe letztes Jahr zum ersten Mal im Alleingang welche gebacken und werde dieses Jahr auf jeden Fall einen zweiten Versuch starten, aber ich denke nicht, dass sie so hübsch ausschauen werden wie eure Meisterbäcker-Krapfen ^^
    Liebe Grüße,
    Pixi.

  • Kathi
    März 6, 2015

    Die schauen ja wirklich super aus :) und wahnsinn – 12.000 Krapfen, da brauchts wohl auch so eine professionelle Ausstattung!

    lg, Kathi

    http://www.ilvieebella.com

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